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Kooperation

Neues Abkommen: Europäische und afrikanische Museen

60 Direktoren von Museen in Afrika und Europa haben ein Kooperationsabkommen geschlossen.

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Eine Mitarbeiterin verpackt eine der Benin-Bronzen, die im Ethnologischen Museum Dahlem in Berlin für die Rückgabe nach Nigeria zusammengestellt wurden. Über 1100 Objekte, die größtenteils aus britischen Plünderungen im Jahr 1897 stammen, befinden sich in rund 20 deutschen Museen - die ersten werden nun zurückgegeben.

Foto: Wolfgang Kumm/dpa

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Lesedauer: 1 Min.

Sechzig Museumsleiter aus 38 europäischen und afrikanischen Ländern haben sich auf ein gemeinsames Netzwerk zur Digitalisierung und zum Austausch von Kunstwerken geeinigt.
In diesem Rahmen sollten auch Wanderausstellungen gefördert werden, teilte der Leiter des senegalesischen Museums für schwarze Zivilisationen, Hamady Bocoum, am Freitag in Dakar mit. Die Initiative werde die afrikanische Kunst einem breiteren Publikum zugänglich machen, zeigte er sich überzeugt.
“Der Zusammenschluss von 60 Museumsdirektoren aus Afrika und Europa ist ein historisches Ereignis”, sagte Bocoum. Der Schritt kommt zu einer Zeit, in der europäische Länder zunehmend dem Druck nachgeben, während der Kolonialzeit geplünderte Kunstwerke zurückzugeben.
Es sei von entscheidender Bedeutung, dass die Kunst “kein Bereich des Konflikts, sondern ein Bereich des Dialogs” sei und dass sie zeige, dass die afrikanische Kunst auch nach der Kolonialzeit weiter floriere, sagte Bocoum.
An dem Treffen in Dakar nahm für Berlin Ministerialdirektor Andreas Görgen teil. Er betonte, dass Deutschlands Kulturpolitik darauf abziele, eine neue Partnerschaft mit afrikanischen Ländern zu fördern. Die Rückgabe von Kunstwerken sei nicht das Ende, sondern der Beginn einer neuen Denkweise. (afp)

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