Staatsanwaltschaft ermittelt
Schwerer Unfall am Nürburgring: Zwei Menschen bei Testfahrt verunglückt
Zwei Menschen verloren bei einer gewerblichen Testfahrt ihr Leben. Trotz sofortiger medizinischer Hilfe konnte den beiden Fahrzeuginsassen nicht mehr geholfen werden.

Nürburgring in Rheinland-Pfalz.
Foto: iStock
Bei einem Unfall während einer gewerblichen Testfahrt auf dem Nürburgring in Rheinland-Pfalz sind zwei Menschen gestorben. Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar, wie ein Sprecher der Polizei Mayen am Donnerstag sagte. Die Nürburgring GmbH bestätigte den Unfall, der während einer Erprobungsfahrt am Mittwoch passierte. Demnach war kein weiteres Fahrzeug beteiligt gewesen.
Der tragische Vorfall ereignete sich im Streckenabschnitt Tiergarten. Dieser befinde sich auf einer geschlossenen gewerblichen Strecke und nicht im öffentlichen Verkehrsbereich, wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte. Dem Vernehmen nach sind die beiden Fahrer aus dem Testwagen geschleudert worden. „Medizinische Hilfe war unmittelbar vor Ort. Doch die Rettungskräfte konnten nichts mehr für die beiden Fahrzeuginsassen tun“, zitierte „Bild“ den Ring-Sprecher Alexander Gerhard. Beide starben noch an der Unfallstelle.
Porsche bestätigt Modell
Laut „Bild“-Information handelt es sich bei den Opfern um einen 39-jährigen Luxemburger und einen 44-jährigen Deutschen. Beide sollten für den Reifenhersteller Goodyear vier Tage lang die Testrunden fahren und waren in einem Porsche unterwegs.
„Wir sind zutiefst betroffen, dass zwei in Luxemburg ansässige Goodyear-Mitarbeiter am 9. August bei einem Autounfall auf einer Teststrecke in Deutschland ums Leben kamen“, teilte das Presseteam des Unternehmens am Donnerstag mit. „Wir unterstützen die örtlichen Behörden bei den Ermittlungen.“ Das „Luxemburger Wort“ hatte zuvor darüber berichtet.
Die Porsche AG bestätigte, dass es sich bei dem verunfallten Fahrzeug um ein Modell ihrer Marke handelte, betonte jedoch, dass sie nicht die Eigentümer des Fahrzeugs waren und die Erprobungsfahrten nicht von ihnen durchgeführt wurden.
Staatsanwaltschaft prüft Verschulden Dritter
Die Staatsanwaltschaft untersucht den Unfall und prüft, ob ein Verschulden Dritter vorliegt. Bisher gebe es keinen Anfangsverdacht für strafbares Verhalten.
Bei gewerblichen Testfahrten erproben Unternehmen und Hersteller der Automobilindustrie ihre Produkte. Dabei werden den Angaben zufolge nur professionelle Fahrer eingesetzt, die eine ausgezeichnete Streckenkenntnis haben. Der Nürburgring sagte wegen des Unfalls sämtliche Touristenfahrten für den Mittwoch ab. Ein Oldtimer-Grand-Prix am kommenden Wochenende soll aber wie geplant stattfinden. (dl/afp)
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