Nachwuchsmangel
Zahl neuer Ausbildungsverträge bleibt historisch niedrig
Im vergangenen Jahr wurden 469.900 Ausbildungsverträge in Deutschland abgeschlossen. Mehr als noch in 2021, doch der Trend geht insgesamt in eine andere Richtung.

Im vergangenen Jahr wurden 469.900 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Ausbildungen im Kfz-Bereich waren besonders beliebt.
Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Die Zahl neuer Ausbildungsverträge ist 2022 trotz eines leichten Anstiegs auf einem historisch niedrigen Niveau geblieben. Im vergangenen Jahr wurden 469.900 Verträge für eine duale Berufsausbildung abgeschlossen, das waren 0,8 Prozent mehr als 2021, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Im Jahr 2019, vor der Corona-Pandemie, waren es allerdings noch acht Prozent mehr. Im Jahr 2012 traten mit 544.400 noch rund 14 Prozent mehr Menschen eine duale Ausbildung an.
Den Statistikern zufolge verzeichnete lediglich der Bereich Industrie und Handel mit einem Plus von 7.900 Neuverträgen (drei Prozent) eine Zunahme bei den neuen Ausbildungsverträgen. Die Handwerksberufe, bei denen der Einbruch im Jahr 2020 vergleichsweise schwach ausgefallen war, verzeichneten nun ein deutliches Minus von 3.000 weniger Neuverträgen (zwei Prozent) – vor allem wegen des starken Rückgangs bei den männlichen Auszubildenden.
In der Landwirtschaft wurden 630 Verträge weniger abgeschlossen – ein Rückgang um fünf Prozent. „Auch in den Bereichen öffentlicher Dienst, Freie Berufe und Hauswirtschaft war die Zahl der Neuverträge leicht rückläufig“, erklärte das Statistische Bundesamt.
Die Rangfolge der am häufigsten gewählten Ausbildungsberufe veränderte sich demnach kaum: Gut ein Fünftel aller Neuverträge entfielen auf die Berufe Kaufleute im Einzelhandel (22 800), Kaufleute für Büromanagement (22 500), Kraftfahrzeugmechatroniker/-innen (20 700), Verkäufer/-innen (20 600) und Fachinformatiker/-innen (17 600). (afp/dpa/dl)
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