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Luftqualität

Schulschließungen und Homeoffice in Neu-Delhi wegen dichter Smog-Wolke

Angesichts der dichten Smog-Wolke, die seit der vergangenen Woche über Neu-Delhi hängt, bleiben die Schulen in der indischen Hauptstadt bis auf Weiteres geschlossen.

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Die Luft wird in einigen Gebieten in Neu Dehli drei Mal täglich befeuchtet. 16. November 2021.

Foto: MONEY SHARMA/AFP via Getty Images

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Lesedauer: 2 Min.

Massive Luftverschmutzung macht Menschen in Indien und Pakistan derzeit wieder schwer zu schaffen. In der indischen Hauptstadt Neu-Delhi wurde wegen einer dichten Smog-Wolke die Schließung der Schulen bis auf Weiteres verlängert.
Die pakistanische Millionenmetropole Lahore an der Grenze zu Indien war am Mittwochmorgen (Ortszeit) im täglichen Ranking des Schweizer Umwelttechnologie-Unternehmens IQAir die Stadt mit der schlechtesten Luftqualität weltweit.
Über Neu-Delhi hängt bereits seit vergangener Woche eine dichte Smog-Wolke. Die Kommission für die Regulierung der Luftqualität in der Hauptstadtregion kündigte daher am Dienstagabend an, die Schulen blieben bis auf Weiteres geschlossen.
Neu-Delhis Bürger wurden aufgefordert, im Homeoffice zu arbeiten. Mindestens die Hälfte der Regierungsangestellten sollen von zu Hause aus arbeiten. Mitarbeiter privater Unternehmen sind aufgerufen, es ihnen gleichzutun.

Die Luft wird teilweise dreimal täglich befeuchtet

In Gegenden mit besonders schmutziger Luft soll diese mindestens dreimal täglich befeuchtet werden. Zudem dürfen Lastwagen mit nicht notwendigen Gütern vorerst nicht mehr in die Stadt.
Auch die Arbeit auf den meisten Baustellen in Neu-Delhi wurde gestoppt. Sechs der elf Heizkraftwerke in einem Umkreis von 300 Kilometern wurden aufgefordert, ihren Betrieb vorläufig einzustellen.
Die Regierung der Hauptstadtregion hatte am vergangenen Samstag eine einwöchige Schließung aller Schulen angeordnet. Einen vom Obersten Gericht geforderten Lockdown wegen der Luftverschmutzung lehnte sie jedoch ab. Eine solche Maßnahme sei nur sinnvoll, wenn auch die umliegenden Bundesstaaten in den Kampf gegen die Luftverschmutzung einbezogen würden, argumentierte die Regionalregierung.
Die 20-Millionen-Einwohner-Metropole Neu-Delhi ist eine der schmutzigsten Städte weltweit. Zu der derzeitigen starken Luftverschmutzung tragen unter anderem Bauern aus dem Umland bei, die zu Beginn des Winters Erntereste auf ihren Feldern abbrennen.
In der vergangenen Woche lag die Feinstaub-Belastung in Neu-Delhi zeitweise um das 30-Fache über dem Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation (WHO). (afp/dl)

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