Das Volk zahlt die Zeche
China: Wer begleicht die Schulden des Eisenbahnministeriums?

Das Eisenbahnministerium hatte bis Ende September 2012 schon Schulden in Höhe von 2,66 Billionen Yuan.
Foto: ChinaFotoPress/Getty Images
Nach dem neusten Umstrukturierungsplan der Regierung in China soll das hochverschuldete und von Korruptionsskandalen belastete Eisenbahnministerium nicht mehr weiter existieren. Stattdessen soll die Verwaltung vom Transportministerium und der Betrieb von einer kommerziellen Organisation übernommen werden. Mit diesem Plan taucht auch die Frage auf, wer die Schulden des Ministeriums in Höhe von 2,66 Billionen Yuan (etwa 328 Milliarden Euro) übernehmen soll. Nach Einschätzung der chinesischsprachigen Epoch Times, Dajiyuan, wird möglicherweise das Volk die Schulden tragen müssen.
Dajiyuan zitierte die offizielle Meldung, dass das Eisenbahnministerium bis Ende September 2012 Schulden in Höhe von 2,66 Billionen Yuan und einen Verschuldungsgrad von 61,81 Prozent erreicht habe. Im Jahr 2011 habe das Ministerium noch Gewinne in Höhe von 31 Millionen Yuan (etwa 3,8 Millionen Euro) erzielt. Im Jahr 2012 habe das Ministerium bis Ende September Verluste in Höhe von etwa 8,5 Milliarden Yuan (etwa 1 Milliarden Euro) gehabt.
Entweder werde der Staat oder die neu gegründete kommerzielle Organisation diese hohen Schulden übernehmen. Professor Zhao Jian von der Beijing Jiaotong University habe gegenüber den Medien gemeint, dass die kommerzielle Organisation aufgrund der Schulden-Last bankrott gehen werde und dass der Staat am Ende doch die Zeche bezahlen müsse. Der politische Kommentator Jin Zhengtao habe erklärt, dass diese Schulden am Ende auf dem Volk lasten werden.
Original-Artikel auf Chinesisch: 2.66万亿负债成铁道部改革难题 或由全民买单
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