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Kalabrien: Drei Tote bei Feuer auf Migrantenboot vor Süditalien

Auf einem Migrantenboot vor der südlichen Küste Italiens starben drei Personen als ein Feuer ausbrach.

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Feuer auf einem Migrantenboot bei Crotone, Kalabrien, Süditalien, 30. August 2020.

Foto: Screenshot Youtube | ilCrotoneseTv

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Lesedauer: 1 Min.

Etwa 20 Personen waren auf einem Migrantenboot im Mittelmeer vor Italien unterwegs, als am Sonntag, 30. August, ein Feuer an Bord ausbrach.
Der Motor des Bootes hatte Feuer gefangen. Es gab eine Explosion. Nach Angaben der Polizei starben zwei Männer und eine Frau bei dem Brand.
Der Vorfall ereignete sich vor Praialonga, rund 30 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Crotone in der Region Kalabrien.
Weitere fünf Menschen wurden verletzt und mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Laut „Reuters“ sind noch einige Menschen vermisst.
Wie die Gesundheitsbehörde der italienischen Hafenstadt Crotone in Kalabrien mitteilte, befinden sich zwei der eingelieferten Personen in einem ernsten Zustand.
Bereits in der Nacht auf Sonntag geriet mehr als 700 Kilometer südwestlich vor der Insel Lampedusa ein seeuntaugliches altes Fischerboot mit fast 370 Migranten an Bord in Seenot. Das Migrantenboot wurde von der Küstenwache zum Hafen Lampedusas eskortiert, wie die Nachrichtenagentur „Ansa“ berichtete.
Wie der Bürgermeister von Lampedusa, Toto Martello, sagte, seien an Bord des Bootes auch 13 Frauen und 33 Kinder gewesen. Im Aufnahmezentrum der Insel sind derzeit 1.160 Menschen untergebracht, das Zehnfache der eigentlichen Kapazität.
Wie italienische Medien berichten, sind seit Freitag, 28. August, bereits dreißig kleinere Boote auf Lampedusa gelandet. Sie brachten rund 500 Migranten auf die italienische Insel.
Italiens Innenministeriums gab für das Jahr 2020 bisher etwa 18.000 Migranten an, die die italienischen Küsten erreicht haben. 2019 kamen im Vergleichszeitraum nur etwa 4.900 Migranten an. (sm)

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