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plus-iconLänder ändern Impfstrategie

Sinovac-Vakzin in Kritik – Experte: „Schlechte Impfstoffe können zur Entstehung neuer Virusvarianten führen“

Trotz hoher Impfquoten kommt es in vielen asiatischen Ländern immer wieder zu Infektionsausbrüchen und steigenden Todeszahlen. Bisher setzen die betroffenen Länder bei ihrer Impfkampagne auf das chinesische Vakzin Sinovac. Doch jetzt müssen sie umdisponieren, denn aktuelle Daten zeigen, dass Geimpfte schon nach wenigen Monaten nur noch über wenig Antikörper verfügen. Das droht die Impfpläne von Hunderten Millionen Menschen zu gefährden.

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Sinovac-Logo.

Foto: WANG ZHAO/AFP via Getty Images

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Eine Studie der thailändischen Thammasat-Universität offenbart, dass die Zahl der Antikörper nach der Sinovac-Impfung alle 40 Tage um die Hälfte sinkt. In einer Studie von chinesischen Behörden und Forschungseinrichtungen räumt Sinovac sogar selbst ein, dass die Zahl der Antikörper selbst bei doppelt Geimpften bereits innerhalb weniger Monate stark zurückgeht. Sie liege nur bei knapp einem Drittel der Untersuchten über der von den Forschern festgelegten Untergrenze. Deshalb plädiert der Konzern nun für Auffrischungsimpfungen.

Schwindendes Vertrauen

Besonders brisant: Sinovac ist das weltweit am meisten verbreitete Corona-Vakzin und ist in 38 Ländern Grundlage für deren Impfstrategien. Genutzt wird der Impfstoff bereits in 63 Ländern. Angaben des britischen Datendienstleisters Airfinity zufolge werden rund 1,1 Milliarden Sinovac-Dosen produziert und weltweit exportiert.
Das Vertrauen in Sinovac scheint extrem gering. In Thailand wurde kürzlich ein internes Dokument aus dem Gesundheitsministerium veröffentlicht, in dem ein Beamter von Booster-Impfungen abriet, weil man damit zugeben würde, dass Sinovac nicht wirksam sei. Thailand und Bangkok setzten nun auf das Vakzin von Pfizer.
Einem Bericht des “Handelsblatts” zufolge plant das thailändische Gesundheitsministerium, mindestens 500.000 der 1,5 Millionen von den USA gespendeten Impfdosen für Auffrischungsimpfungen des Gesundheitspersonals zu verwenden. Ab sofort soll nun niemand mehr zwei Dosen Sinovac bekommen, sondern stattdessen eine Kreuzimpfung mit AstraZeneca.

Gesundheitsprofessor bezeichnet Sinovac als “schlechten Impfstoff”

Auch andere asiatische Staaten listen den chinesischen Impfstoff aus. Indonesien, das momentan mit rund 50.000 Neuinfektionen und mehr als 2.000 Toten pro Tag die weltweit höchsten Fallzahlen aufweist, fordert nun eine dritte Auffrischimpfung mit Moderna für die 1,5 Millionen Ärzte und Pfleger.
Malaysia wiederum will nur noch die restlichen Dosen aufbrauchen und setzt künftig auf BioNTech. In Singapur gilt Sinovac nur noch als Vakzin zweiter Klasse. Selbst Peking zieht laut des chinesischen Nachrichtenportals Caixin eine Booster-Impfung mit BioNTech in Erwägung.
Der emeritierte britische Gesundheitsprofessor Mukesh Kapila hegt erhebliche Zweifel an dem chinesischen Vakzin: “Schlechte Impfstoffe wie Sinovac bieten nicht nur mangelnden Schutz”, zitiert ihn das “Handelsblatt”, “sie können auch zur Entstehung neuer Virusvarianten führen.”

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