Über ein IS-Spendennetzwerk nach Syrien
Geld an IS überwiesen: Anklage gegen 27-Jährigen in Frankfurt am Main
In Frankfurt am Main läuft eine Anklage gegen einen Mann, der Geld an den IS transferierte. Das Geld war verwendet worden, um Witwen getöteter IS-Kämpfer aus Gefangenenlagern freizukaufen.

Dem Mann wird die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland vorgeworfen.
Foto: Oliver Berg/dpa
Weil er mehr als 4.000 Euro an den IS überwiesen haben soll, ist ein Mann aus Frankfurt am Main angeklagt worden. Das Geld sei gestückelt in zwölf Überweisungen an die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) transferiert worden, teilte die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft am Montag mit.
Sie wirft dem 27-Jährigen mit deutscher Nationalität die Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland vor.
Die Überweisungen sollen zwischen Mai 2020 und August 2021 stattgefunden haben. Das Geld sei über ein IS-Spendennetzwerk nach Syrien weitergeleitet worden.
Dort soll es von IS-Mitgliedern unter anderem dazu verwendet worden sein, Witwen getöteter IS-Kämpfer aus Gefangenenlagern freizukaufen, erklärten die Ermittler. Eine weitere Überweisung des Angeschuldigten in Höhe von etwa 1.500 Euro sei gescheitert und zurückerstattet worden.
Dem 27-Jährigen werden auch Verstöße gegen das Außenwirtschaftsgesetz vorgeworfen. Er wurde im Juni im Ort Liederbach am Taunus festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Über die Zulassung der Anklage entscheidet nun das Oberlandesgericht Frankfurt. (afp/red)
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