Spezialkräfte unterwegs
Nach Magdeburg: Mutmaßlicher Täter in Haftanstalt nach Sachsen verlegt
Der Tatverdächtige des Anschlags auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt wurde von der Justizvollzugsanstalt Burg nach Dresden verlegt. Aus Sicherheitsgründen erfolgte das auf dem Luftweg.

Ein Hubschrauber der Bundespolizei (Symbolbild).
Foto: Felix Marx/iStock
Rund zweieinhalb Wochen nach dem Anschlag auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg ist der mutmaßliche Täter in eine Haftanstalt nach Sachsen verlegt worden.
Ein Untersuchungshaftgefangener sei am Montagvormittag aus der Justizvollzugsanstalt Burg in Sachsen-Anhalt in die JVA Dresden gebracht worden, teilte das Justizministerium in Magdeburg mit.
Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Sicherheitskreisen erfuhr, handelt es sich dabei um den 50-jährigen Tatverdächtigen.
Spezialkräfte unterwegs
Spezialkräfte des Justizvollzugs Sachsen-Anhalt brachten den Mann nach Sachsen.
„Die Verlegung erfolgte aus Sicherheitsgründen auf dem Luftweg und wurde von Kräften der Landespolizei Sachsen-Anhalt sowie den Sicherheitsbehörden des Freistaats Sachsen unterstützt“, erklärte ein Sprecher des Justizministeriums.
Weitergehende Angaben seien aufgrund von Sicherheitsbelangen nicht möglich. Die Verlegung des Gefangenen erfolgte demnach im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft der Justizvollzugsbehörden der mitteldeutschen Bundesländer.
Verlegung wegen möglicher Betroffenheit von Bediensteten
Sicherheitskreise begründen nach Informationen von AFP die Verlegung mit der räumlichen Nähe der Justizvollzugsanstalt Burg zum Anschlagsort und der möglichen Betroffenheit von Bediensteten dort.
Ziel der Verlegung sei eine räumliche und emotionale Trennung des Tatverdächtigen von Betroffenen und auch von anderen Gefangenen. Der mutmaßliche Täter hatte demnach selbst als Arzt im Maßregelvollzug mit Häftlingen gearbeitet.
Bei dem Anschlag kurz vor Weihnachten fuhr der 50-Jährige mit einem Auto auf den Weihnachtsmarkt und erfasste viele Besucherinnen und Besucher.
Fünf Menschen starben am Tattag, darunter ein neunjähriges Kind. Eine weitere Frau starb nach Behördenangaben am 6. Januar 2025. Die Behörden sprachen zuletzt von fast 300 Verletzten. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen seit 2006 in Deutschland lebenden Mann aus Saudi-Arabien. (afp/red)
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