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Brandenburg und Berlin

Razzia und Verbot: Brandenburg verbietet Islamisches Zentrum Fürstenwalde

Nach Hamburg wurde nun in Brandenburg das Islamische Zentrum Fürstenwalde al-Salam verboten. Polizei und Einsatzkräfte sind vor Ort und durchsuchen Vereinsräume und Privatwohnungen – auch in Berlin.

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Polizeibeamte während einer Razzia.

Foto: Boris Roessler/dpa

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Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) hat das Islamische Zentrum Fürstenwalde al-Salam (IZF) verboten. In den Vereinsräumlichkeiten in Fürstenwalde im Landkreis Oder-Spree sowie in Privatwohnungen in Brandenburg und Berlin fänden am Donnerstag Durchsuchungen durch die Polizei statt, teilte das Landesinnenministerium mit.
Der Verein ist demnach dem Spektrum der Muslimbruderschaft und der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas zuzuordnen. Die Hamas wurde 1987 von der Muslimbruderschaft als ihr dschihadistischer Ableger gegründet mit dem Ziel der Vernichtung Israels.
„Wir können Vereine nicht dulden, die sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder den Gedanken der Völkerverständigung richten“, erklärte Minister Stübgen. „Die Glutnester der Steinzeitkultur Islamismus müssen bereits im Keim erstickt werden, um einen Flächenbrand zu verhindern“, fügte er hinzu.

Radikalisierung „an der Wurzel packen“

Junge Menschen würden „nicht im leeren Raum zu Extremisten“, argumentierte der brandenburgische Innenminister. Dahinter steckten immer „perfide Radikalisierungsstrategien von extremistischen Organisationen“, bekräftigte Stübgen. „Dieses Übel muss man an der Wurzel packen. (…) Das sind wir auch denjenigen Muslimen schuldig, die bei uns rechtschaffend leben und einst vor Islamisten geflüchtet sind.”
Das IZF wurde nach Ministeriumsangaben 2018 gegründet und betreibt vor Ort die al-Salam-Moschee.
Neben Freitagspredigten biete der Verein ein breitgefächertes Angebot für Muslime der Region an, wie etwa Freizeit- und Bildungsangebote oder Ferienlager mit religiösen Schulungen für Kinder, erklärte das Innenministerium in Brandenburg.
Das IZF wurde demnach im Juli 2023 wegen seiner „extremistischen Agenda“ vom brandenburgischen Verfassungsschutz als Beobachtungsobjekt eingestuft worden. (afp/red)

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