Hochwasser: A13 gesperrt
Wasser steigt weiter in Brandenburg

Das Hochwasser von Sachsen hat sich inzwischen bis nach Brandenburg ausgedehnt. Besonders kritisch sieht Wolfgang Genehr vom Landesamt in Cottbus die Lage an der Schwarzen Elster. Hier hat das Wasser bereits einige Deiche überspült. In Bad Liebenwerda übertraf der Wasserstand bereits die Alarmstufe vier um 20 Zentimeter. Die A13 Berlin-Dresden wurde am Mittwochmorgen bei Ruhland von der Polizei wegen Überflutungen gesperrt.
Während das Wasser in Sachsen mancherorts zurückgeht, steigen die Wasserstände an Spree und Oder, sowie an der nördlichen Neiße. In Herzberg an der Schwarzen Elster könnte bis zum Mittag die höchste Alarmstufe erreicht werden. In den Hochwassergebieten bemühten sich bis zu 240 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk um das Abpumpen vom Wasser an besonders gefährdeten Stellen.
Laut Genehr kenne die Situation kein historisches Vorbild. In den letzten fünfzig Jahren habe es im Süden Brandenburgs niemals flächendeckend so viel Regen gegeben. Die Böden seien überall bis oben hin gesättigt und könnten kein zusätzliches Wasser mehr vertragen.
Im Landkreis Meißen blieben die Pegelstände nach Angaben des Lagezentrums der Polizei vorerst unverändert. Der Katastrophenalarm besteht zunächst weiter. An der Talsperre Quitzdorf bei Niesky im Kreis Görlitz verhinderte ein automatisches Entlastungssystem das Überlaufen, das Wasser lief teilweise in die umliegende Region ab. Im gesamten Landkreis waren rund 350 Helfer der Feuerwehr im Einsatz. (mcd)

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