Logo Epoch Times
Paris 2024

Ausrutscher bei Olympia-Eröffnungsfeier: IOC entschuldigt sich bei Südkorea

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat sich für einen Ausrutscher bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Paris entschuldigt, bei dem südkoreanische Sportler versehentlich als Nordkoreaner vorgestellt wurden.

top-article-image

Regenspiele - Die Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele findet bei strömendem Regen statt.

Foto: Christophe Petit-Tesson/epa-Pool/dpa

author-image
Artikel teilen

Lesedauer: 2 Min.

„Wir entschuldigen uns zutiefst für den Fehler, der bei der Vorstellung der südkoreanischen Mannschaft während der Übertragung der Eröffnungsfeier aufgetreten ist“, erklärte das IOC am Samstag auf Koreanisch im Onlinedienst X.
Als die südkoreanische Delegation bei der Eröffnungsfeier am Freitagabend in der französischen Hauptstadt die Seine hinuntersegelte, wurde sie fälschlicherweise mit der offiziellen Bezeichnung für Nordkorea vorgestellt. Die Delegation aus Nordkorea wurde hingegen korrekt mit dem offiziellen Namen des Landes präsentiert.
In Südkorea löste der Fauxpas verärgerte Reaktionen aus. Das Sportministerium in Seoul äußerte sein Bedauern über den Vorfall. In einer Erklärung hieß es, die zweite südkoreanische Vize-Sportministerin Jang Mi Ran habe zur Klärung um ein Treffen mit IOC-Präsident Thomas Bach gebeten.
Das Ministerium habe zudem das Außenministerium in Seoul aufgefordert, „einen starken Protest an die französische Seite“ zu richten. Überdies wolle das Nationale Olympische Komitee Südkoreas mit dem Olympia-Organisationskomitee und dem IOC zusammentreffen, um seinen Protest auszudrücken.
Derzeit befinden sich Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea auf einem Tiefpunkt. Während Pjöngjang seine Beziehungen zu Russland ausbaut und seit Wochen immer wieder hunderte mit Müll gefüllte Ballons über die Grenze schickt, reagiert Seoul auf die Aktionen seinerseits mit Ballons mit Flugblättern und USB-Sticks sowie mit verstärkten Militärübungen in Grenznähe.
Die beiden Koreas befinden sich technisch gesehen immer noch im Krieg, da der Konflikt von 1950-53 mit einem Waffenstillstand und nicht mit einem Friedensvertrag endete. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat Südkorea zum „Hauptfeind“ Pjöngjangs erklärt und angekündigt, die Entwicklung von Waffen auszuweiten, darunter auch die von taktischen Atomwaffen. Als Reaktion darauf verstärkten Südkorea und die USA ihre Verteidigungszusammenarbeit. (afp)

Kommentare

Noch keine Kommentare – schreiben Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel.