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0,0141 Prozent: Positiver Effekt der Corona-Impfung kaum nachweisbar

Ein PCR-Test ist kein Nachweis einer Infektion und eine Corona-Impfung ist keine Garantie, nicht oder nicht schwer zu erkranken. Letzteres zeigt eine Studie im Rahmen der Zulassung des Impfstoffes von BioNTech-Pfizer. Betrachtet man zudem die positiven – und negativen – Effekte, werden die Ziele der Impfung verfehlt.

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Impfung.

Foto: iStock

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Lesedauer: 7 Min.

„BNT162b2“ ist eine von BioNTech/Pfizer entwickelte und bereits in mehreren Ländern Not-zugelassene Corona-Impfung. Aufgrund der außergewöhnlichen Umstände fiel die Erprobungsphase ungewöhnlich kurz aus und wurde nach drei Monaten – statt wie üblich nach zwei Jahren – vorzeitig beendet und ausgewertet.
Im Rahmen der Auswertung bescheinigt der Hersteller seinem Produkt nicht nur keine unerwünschten Nebenwirkungen oder Langzeitfolgen, sondern auch eine Effektivität von 95 Prozent.
Insgesamt umfasste die Studie 43.651 Freiwillige. Mit Ausnahme weniger Testpersonen erhielten alle Probanden zwei „Impfungen“ – entweder jeweils mit dem Corona-mRNA-Impfstoff oder einem Placebo. In der anschließenden, verkürzten Beobachtungsphase wurden acht von 18.198 Personen der Test- sowie 162 Personen von 18.325 der Placebogruppe positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Die übrigen Testpersonen standen aus verschiedenen Gründen, wie Vorerkrankungen oder unvollständigen Daten, nicht für die Auswertung zur Verfügung.

Fehler in der Definition: Asymptomatische Corona-Fälle nicht berücksichtigt

Betrachtet man die Gesamtheit der Testgruppen, wurden 0,04 Prozent der Geimpften und 0,88 Prozent der Placebo-Geimpften im Anschluss positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Setzt man diese beiden Zahlen ins Verhältnis, ergibt sich die von den Pharmaunternehmen angegebene relative Schutzwirkung von 95,0 Prozent. Die absolute Schutzwirkung nach der 2. Impfung liegt bei 0,84 Prozentpunkten.
Bereits nach der ersten Impfung betrage der relative Schutz laut Unterlagen etwa 50 Prozent. Ein spürbarer Rückgang der Infektionszahlen nach der zweiten Impfung – 21 Tage nach der ersten – ist in den bereitgestellten Grafiken jedoch nicht zu erkennen.
Kumulierte Corona-Inzidenz nach der Impfung mit dem Corona-Impfstoff (blau) und einem Placebo (rot).

Kumulierte Corona-Inzidenz nach der Impfung mit dem Corona-Impfstoff (blau) und einem Placebo (rot). Die zweite Impfdosis erfolgte drei Wochen nach der ersten Impfung. Mit „S“ gekennzeichnete Fälle (vermeintlich dunkle Punkte) mussten hospitalisiert werden.

Foto: Screenshot | Food and Drug Administration

Ebenfalls nicht aus der Grafik ersichtlich, sind die Kriterien, die einen “positiven Corona-Fall” definieren. Anders als in Deutschland zählten die Probanden erst dann als bestätigter COVID-19-Fall, wenn sie:
„mindestens eines der folgenden Symptome und einen positiven SARS-CoV-2 PCR-Test innerhalb von vier Tagen nach dem Auftreten der Symptome“ aufwiesen.
Zu den benötigten Symptomen gehörten:
  • Fieber
  • Husten (neu oder verstärkt)
  • Kurzatmigkeit (neu oder verstärkt)
  • Schüttelfrost
  • Muskelschmerzen (neu oder verstärkt)
  • Verlust von Geschmack oder Geruch (neu)
  • Halsschmerzen
  • Durchfall
  • Erbrechen/Übelkeit
Der Nachweis einer Corona-Infektion für die Untersuchung lag damit in der Kombination aus klinischen Beschwerden UND Virusnachweis. Dabei scheint es unerheblich, ob es sich tatsächlich um Beschwerden infolge der Krankheit oder der Impfung oder um Phantomschmerzen handelte.

Corona-Impfung soll Gesundheitssystem entlasten

Lagen stattdessen nur “klinische Beschwerden ohne Virusnachweis” oder “Virusnachweis ohne klinische Beschwerden” vor, zählte der Proband als “erfolgreich geimpft”. Mit anderen Worten, Menschen, die sich nach der (zweiten) Impfung mit Corona infizierten, aber keines der oben genannten Symptome zeigte – oder jemand, der Symptome zeigte, aber (fälschlicherweise) ein negatives Testergebnis erhalten hat, zählte nicht als COVID-Fall.
Unter diesen Bedingungen sei auch “die gezeigte prachtvolle Inzidenzkurve” absolut erklärlich, kommentierte ein Leser der Epoch Times.
Anhand dieser Daten stellt sich die Frage, wie man die Effektivität der Impfung und/oder die Häufigkeit der Nebenwirkungen noch beurteilen kann. Letzteres möchte man insbesondere in Deutschland durch eine App gewährleisten und mit dieser die toxikologische Studie NACH der Genehmigung des Impfstoffs mithilfe der Daten der Bevölkerung durch- beziehungsweise weiterführen. Die Effektivität der Impfung steht dabei außer Frage.
Ebenso außer Frage steht die (Un-)Zuverlässigkeit und (Un-)Genauigkeit von PCR-Tests bezüglich der Feststellung einer Infektion, sodass die Wirkung der Impfung anders festgestellt werden muss. Nach Aussagen verschiedener Politiker ist erklärtes Ziel, mit der Impfung auch das Gesundheitssystem zu entlasten. “Wenig stark erkrankt” lässt sich auch aus den vorhandenen Daten feststellen.
BioNTech und Pfizer berichten im Verlauf ihrer Studie, von insgesamt zehn Probanden, die eine schwerwiegende Corona-Erkrankung erlitten. Auch hierbei berufen sich die Studienautoren auf einen “bestätigten COVID-Fall” UND das Vorhandensein mindestens einer Bedingung. Die Definition bleibt dabei “schwammig”, denn nicht alle schweren Fälle, mussten überhaupt, geschweige denn im Krankenhaus behandelt werden.
Es ist jedoch davon auszugehen, dass “Personen in einem Krankenhaus” das Gesundheitssystem belasten. Ziel der Impfung müsse daher sein, schwere Corona-Infektionen zu vermeiden.

Positiver Effekt der Impfung kaum nachweisbar

Mehr als sieben Tage nach der zweiten Impfung – also nach Einsetzen der vollen Impfwirkung – zeigten sich fünf schwere Covid-Fälle (siehe Tabelle 12). Vier davon stammen aus der Placebo-Gruppe, einer aus der Gruppe der Geimpften. Ungeachtet der geringen Fallzahlen muss davon ausgegangen werden, dass ohne Impfung in beiden Gruppen gleich viele Fälle aufgetreten wären. Lässt sich der tatsächliche Unterschied kausal begründen, haben demzufolge drei Personen von der Impfung profitiert und sind nicht schwer erkrankt.
Damit sinkt die relative Effektivität auf 75 Prozent. Der positive Effekt der Impfung beläuft sich auf 3 / 21.314 oder 0,0141 Prozent. Das heißt von 7.086 Geimpften Personen profitiert einer von der Wirkung während 5.960 Personen (84 Prozent) mehr oder minder schwere Reaktionen auf die Impfung zeigen. Bereits Geimpfte berichteten vom kurzzeitigen Verlust des Bewusstseins bis zu anaphylaktischen Schocks.
Pro eine Million Geimpfter kann man erwarten, dass 141 Personen weniger schwer an Corona erkranken. Dem Gegenüber steht eine bislang unbekannte Anzahl Geimpfter, die nach der Impfung – zum Teil mehrtägig und auf der Intensivstation – medizinisch betreut werden müssen. Langfristige Effekte und Nebenwirkungen der Corona-Impfung konnten bislang von keinem Hersteller untersucht und daher auch nicht ausgeschlossen werden. Von einer Entlastung des Gesundheitssystems kann daher keine Rede sein.

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