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Juncker: Äußerung zu Finanzturbulenzen nach Italien-Wahl war "irreführend”

"Ich denke, ich bin vollkommen missverstanden worden", sagte Juncker am Freitag beim EU-Gipfel in Brüssel.

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EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker.

Foto: EMMANUEL DUNAND/AFP/Getty Images)

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EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat eine Äußerung zu möglichen Finanzmarktturbulenzen nach der Parlamentswahl in Italien zurückgezogen. “Ich denke, ich bin vollkommen missverstanden worden”, sagte Juncker am Freitag beim EU-Gipfel in Brüssel. Die EU-Kommission gehe davon aus, dass es nach der Wahl eine handlungsfähige italienische Regierung geben werde. “Was ich gestern gesagt habe, war irreführend. (…) Ich bin nicht besorgt”.
Juncker hatte am Donnerstag bei einer Diskussionsveranstaltung gesagt, er fürchte “eine starke Reaktion auf den Finanzmärkten” in der zweiten März-Woche nach der Italien-Wahl und dem SPD-Mitglieder-Votum über den Koalitionsvertrag. Dabei mache er sich “mehr Sorgen über das Ergebnis der italienischen Wahlen”. Die Kommission bereite sich deshalb auf das “Worst case”-Szenario vor, dass es keine handlungsfähige italienische Regierung geben werde.
Beim Gipfel setzten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ein ungewöhnliches Zeichen der Unterstützung mit Italien. Sie machten ihre Auftakterklärung gemeinsam mit dem sozialdemokratischen italienischen Regierungschef Paolo Gentiloni. Alle drei äußerten sich allerdings nur zu einem vorangegangenen Treffen mit afrikanischen Ländern des Sahel-Gebiets.
In Italien stehen am 4. März Parlamentswahlen an, deren Ausgang vollkommen unklar ist. Juncker hatte schon am Donnerstagabend versucht, seine Äußerung zu den Finanzturbulenzen richtig zu stellen. “Unabhängig vom Ergebnis bin ich zuversichtlich, dass wir eine Regierung bekommen werden, die sicherstellt, dass Italien ein zentraler Akteur in Europa und bei der Gestaltung seiner Zukunft bleibt”, schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter. (afp)
 

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