Varoufakis startet Kampagne zur Finanzierung seiner neuen Partei in Griechenland
Griechenlands ehemaliger Finanzminister Giannis Varoufakis startete eine Kampagne zur Finanzierung seiner neuen proeuropäischen Partei. Er will keine finanzielle Unterstützung durch Unternehmer und Institutionen.

"Wir werden für ein demokratisches und transparentes Europa kämpfen", steht auf dem Plakat mit Varoufakis, der für seine neue pro-europäische Basisbewegung DIEM25 (Democracy in Europe Movement 2025) finanzielle Mittel sucht.
Foto: SAKIS MITROLIDIS/AFP/AFP/Getty Images
Griechenlands ehemaliger Finanzminister Giannis Varoufakis hat am Donnerstag eine Kampagne zur Finanzierung seiner künftigen Partei in Griechenland gestartet. Auf Twitter forderte er seine Landsleute auf, für die “Wiederkehr des griechischen Frühlings” 2015 zu spenden.
Damals hatte Varoufakis als Finanzminister auf dem Höhepunkt der griechischen Schuldenkrise sich gegen die Forderungen der internationalen Gläubiger gestellt.
In seinem Spendenaufruf hob Varoufakis hervor, dass seine neue Gruppierung im Gegensatz zu den etablierten Parteien eine finanzielle Unterstützung durch Unternehmen und Institutionen ablehne.

Der ehemalige griechische Finanzminister, Giannis Varoufakis.
Foto: Jack Taylor/Ghetty Images News
In dem Aufruf werden als Unterstützer die kanadische Autorin des globalisierungskritischen Buches “No Logo!”, Naomi Klein, der ebenfalls globalisierungskritische US-Intellektuelle Noam Chomsky und der britische Musiker Brian Eno genannt.
Die Partei, die Varoufakis am 26. März ins Leben rufen will, gehört zu der von ihm Anfang 2016 gegründeten Bewegung DiEM25. Die Abkürzung steht für Bewegung Demokratie in Europa 2025, die sich als transnational und radikal proeuropäisch begreift.
Im Januar hatte Varoufakis zusammen mit dem ehemaligen französischen Präsidentschaftskandidaten der Sozialistischen Partei, Benoît Hamon, eine gemeinsame Kampagne für die Wahl zum Europäischen Parlament im kommenden Jahr auf den Weg gebracht. Die Parlamentswahl in Griechenland findet ebenfalls 2019 statt, im September. (afp)
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