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Dienstagmorgen Sonnenfinsternis

Himmelsattraktion über Europa

Nur professionelle Beobachtungsmittel einsetzen - Schutzbrillen bei manchen Optikern umsonst zu haben.

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Am Dienstagmorgen, dem 4. Januar, erwartet uns in Mitteleuropa eine Himmelsattraktion. Die Sonne verfinstert sich teilweise und erreicht ihren größten Bedeckungsgrad zwischen 9:09 Uhr (Genf) und 9:26 Uhr (Berlin).
Zu diesem Zeitpunkt sind bei gutem Wetter in Berlin nur noch 20 Prozent der Sonnenscheibe als liegende Sichel sichtbar, weshalb es in dieser Gegend zu einer beträchtlichen Verdunkelung kommen wird. Nach 10:32 Uhr (Genf) bzw. 10:52 Uhr (Berlin) ist die Sonnenscheibe wieder unbedeckt.
Sichtbarkeitsverhältnisse im deutschen Sprachraum
Die Schweiz muss lediglich um Basel und im Mittelland mit schlechter Sicht rechnen – abgesehen von den Nebelrandgebieten des Mittellandes, wo die Sichtbarkeiswahrscheinlichkeiten (SWn) noch bei 60 Prozent liegen. Sowohl im Jura, in den Alpen als auch im Engadin sollen die Sichtverhältnisse sehr gut sein (90 Prozent SW).
In Österreich sollen abgesehen vom Rheintal (0 bis 30 Prozent SW) sehr gute Sichtverhältnisse herrschen.
In Deutschland werden nur oberhalb der Nebelgrenze, vor allem in Bayern und Baden-Württemberg, sehr gute Sichtverhältnisse herrschen (90 Prozent SW). Weiter nördlich sollen die Sichtverhältnisse weniger gut sein. Im Saarland und in Rheinland-Pfalz sollte mit 70 Prozent SW die Finsternis noch gut beobachtbar sein. Niedersachsen und NRW (40 bis 50 Prozent SW), Hessen, Nord-Bayern, Thüringen und Sachsen (30 Prozent SW) und Schleswig-Holstein, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern (0 bis 10 Prozent SW), werden voraussichtlich meist bedeckt sein (Quelle: http://eclipse.astronomie.info/).
Sonnenfinsternisse finden bei Neumond statt, wobei der Mond zwischen Erde und Sonne steht. Kurz vor Neumond ist unser Erdtrabant tagsüber neben der hellen Sonne nicht mehr sichtbar. Nur bei einer beobachtbaren partiellen oder totalen Sonnenfinsternis, wenn sich der Mondschatten vor die Sonnenscheibe schiebt, kann seine Position ausgemacht werden.
Im Gegensatz zu partiellen Sonnenfinsternissen sind totale äußerst selten. So steht nach dem Ereignis am 11. August 1999 erst wieder am 3. September 2081 die nächste in Deutschland sichtbare vollständige Bedeckung der Sonne durch den Mond an. Es gibt sogar Orte auf der Erde, an denen über einen Zeitraum von vier Jahrtausenden keine totale Sonnenfinsternis eintritt.
Nicht ohne Schutzbrillen!
Zur Beobachtung des Ereignisses sollten keine Hilfsmittel wie geschwärzte Glasscheiben oder selbst gebastelten Geräte verwendet werden, da es sonst zu ernsthaften Verletzungen der Augen kommen kann. GEFAHR: Die Netzhautverbrennungen sind nicht sofort spürbar. Nur professionelle Beobachtungsmittel sollen eingesetzt werden und sind bei manchen Optikern sogar umsonst zu haben. Vor allem zur Beobachtung mit Teleskopen und Kameras wird fachmännischer Rat benötigt.
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